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der interaktive inklusions.kalender

 
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Unser interaktiver Inklusions.Kalender für alle ist unter "www.inklusionskalender.de" online!

Veranstaltungen einstellen funktioniert jetzt ganz einfach: Registrieren, Daten eingeben, sichern - fertig.

Eingegebene Termine können jederzeit aktualisiert werden.
Organisationen (z.B. Vereine, Schulen…) oder Initiativen nutzen den Inklusions.Kalender kostenlos.

Alle Achtung: Menschenverachtende Inhalte und | oder von Organisationen, die solche Inhalte vertreten finden darin keinen Platz.

Wir freuen uns auf einen bunten, vielfältigen Kalender!

 

Lesen Sie hier die Berichterstattung der Badischen Zeitung

 

podiumsdiskussion "inklusion ist eine haltung" | jetzt auf youtube

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Hier anschauen: Impulsreferat Otto Herz | Inklusion ist eine Haltung
In seinem Impulsreferat erläuterte Otto Herz, weshalb eine inklusive Gesellschaft die Gesellschaftsform ist, die den heutigen Herausforderungen am besten gerecht wird. Dabei schlug er in seinem Vortrag am Beispiel seines eigenen Lebenswegs einen weiten Bogen von seiner Geburt in einer Bombennacht 1944 bis heute. Sein Fazit: in unserer globalisierten Welt sind alle Menschen „Weltbürger” oder noch besser „Planetarier”. Sich mit „Fremdem und Fremden anzufreunden”, Stärken zu fördern, statt Schwächen der Menschen in den Vordergrund zu rücken, ist für den Reformpädagogen das Gebot der Stunde. Ein integratives „Weiter so” unter dem Deckmantel der Inklusion darf es nicht geben. In einer inklusiven Gesellschaft gehören alle von Anfang an dazu, unabhängig von ihrer Abstammung, ihrem kulturellen Hintergrund oder ihrem sozialen Status. Inklusion muss endlich gemäß den ratifizierten UN-Konventionen (Menschen-, Kinder- und Behindertenrechtskonvention) angenommen und umgesetzt werden. Inklusion kann nicht auf die Integration Behinderter reduziert werden.

Hier anschauen: Podiumsdiskussion | Inklusion ist eine Haltung
Trotz Kritik an der Einladung der AfD war die von dem Freiburger Verein bildung neu denken organisierte öffentliche Veranstaltung „Inklusion ist eine Haltung” mit dem Reformpädagogen Otto Herz in der Mensa der Freiburger Hebelschule gut besucht. Rede und Antwort standen den rund fünfzig Teilnehmern der Landtagsabgeordnete Reinhold Pix (Bündnis 90/Grüne) sowie die Landtagskandidaten Jens-Arne Buttgereit (FDP), Walter Krögner (SPD), Wolfgang Ott (AfD), Klaus Schüle (CDU) und Lothar Schuchmann (Linke).

In der an den Vortrag anschließenden Diskussion führten sowohl die im Vorfeld per Facebook eingegangenen Fragen und Statements als auch die des Publikums zu einem lebhaften Austausch. Neben einem Vertreter des Freiburger Schülerrats, nutzten die beiden Vorsitzenden des Gesamtelternbeirats Birgit Schumann und Daniela Körner die Gelegenheit, ihre Anliegen den Landtagskandidaten vorzutragen ebenso wie die Personalrätin Marlu Würmell-Klauss und Vertreter des „Freiburger Bündnis - eine Schule für alle”. Immer wieder beeindruckten die geschilderten, beispielhaften persönlichen Erfahrungen.
Wie wichtig diese Veranstaltung für die weitere Entwicklung einer inklusiven Gesellschaft ist, lässt sich auch an der Teilnahme der Behindertenbeauftragte der Stadt Freiburg, Sarah Baumgart, und ihrer Kollegin aus dem Kreis Breisgau-Hochschwarzwald, Melanie Hildmann, ablesen.
In Baden-Württemberg wurde die Inklusion in den vergangenen fünf Jahren auf den Weg gebracht. Für deren Umsetzung gibt es allerdings noch sehr viel zu tun. Unabhängig davon, ob Schulleiterin, Schüler, Eltern oder Lehrer sind sich die Veranstaltungsteilnehmer darüber einig, dass Inklusion nicht auf Behinderte beschränkt werden kann, sondern die gesamte Gesellschaft betrifft.
Die zukünftige Landesregierung und der Landtag müssen mit Hilfe entsprechender Kommunikationskonzepte und Maßnahmen dafür sorgen, dass in der Bevölkerung das Bewusstsein für Inklusion weiter wächst, sie zum Gestaltungsprinzip in allen Lebensbereichen erhoben wird. Unterstützt wird die Entwicklung der inklusiven Gesellschaft nach Ansicht der Erstunterzeichner des von bildung neu denken aufgestellten Forderungskatalogs auch durch die Verpflichtung aller Institutionen und gesellschaftlichen Gruppen, deren Prinzipien im Alltag zu berücksichtigen. Des weiteren sollen alle Maßnahmen zur Umsetzung der Inklusion in einem Ministerium für Inklusion gebündelt, entsprechende Aktivitäten von diesem vorangetrieben und regelmäßig überprüft werden. Im Sinne einer inklusiven Gesellschaft müssen Berichte und Statistiken über den aktuellen Stand der Entwicklung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

 

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Eindrücke vom Kongress.
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Wir danken:

rund 160 Teilnehmern, die in sieben Workshops wertvolle Beiträge zur Umsetzung der Inklusion im Alltag erarbeitet haben.

unseren Referenten & Moderatoren

Herrn Bürgermeister Ulrich von Kirchbach (Bürgermeister für Jugend, Soziales, Inklusion) und Norbert Zeller (Leiter der Stabstelle Gemeinschaftsschule, Schulmodelle, Inklusion).

Edgar Bohn, Margarete Brugger, Jutta Bauchinger-Rominger, Sina Bormüller alias Fräulein Chaos, Yener Erfidan, Mathias Falk, Otto Herz, Vincent Hettrich, Andrea Hufeland, Wolfgang Jansen, Ulrike Müller-Harth, Gabi Rolland MdL, Prof. Dr. Wolfram Rollett, Robert Sandermann, Helen Schneider, Roswitha Schneider, Alexander Schoch MdL, Carina Utz, Dr. Fabian van Essen

Ein ganz besonderer Dank gilt

den Gundelsingers, für das hervorragende Catering und den super leckeren Kuchen.

den vielen freiwilligen Helfern, die uns tatkräftig zur Seite standen.

unseren Spendern und Sponsoren, deren Unterstützung den Kongress erst ermöglichte.

der Stadt Freiburg für die kostenlose Bereitstellung der Räume.

Frau Winterhalter-Kolb, Herrn Baier und Frau Baumer-Klein, Mensaleiterin der Staudinger-Gesamtschule für ihre Hilfe vor, während und nach dem Kongress.

Einen Bericht der Badischen-Zeitung finden Sie hier

film | gleichgesetzt und unterfordert?! - hochbegabung in inklusiven settings

„Die Behindertenrechtskonvention wird allerorten einhellig ‚begrüßt'!film hochbegabung in inklusiven settings Kritische oder gar ablehnende Stellungnahmen sind nicht bekannt. Es gibt also - so scheint es - keine Gegner der Inklusion!"

So treffend diese Worte von Integrationsforscher Prof. Dr. Hans Wocken scheinen, so realitätsfern sind sie in der Praxis, wie der Professor für Lernbehinderten- und Integrationspädagogik in seinem Essay „Über Widersacher der Inklusion und ihre Gegenreden" eindrücklich beschreibt.

Aufgrund der relativ aktuell beschlossenen UN-Behindertenrechtskonvention wird der Begriff Inklusion vor allem als Einschluss von behinderten Menschen in die „normale" Gesellschaft registriert.

Im Gegensatz zu einer solchen öffentlichen und medialen Wahrnehmung liegt der Fokus dieses Films auf Hochbegabung in inklusiven Settings, vor allem an Schulen. Er soll Vorurteile des elitären Bildungsbürgertums entkräften und durch die Gegenüberstellung und Diskussion der beiden Extreme der Lernschwachen und --starken den eigentlichen Gedanken inklusiver Werte fokussieren: Den Weg von der aktuell noch allgegenwärtigen Defizitorientierung hin zu einer grundsätzlichen Potentialorientierung, die sich an alle Schüler richtet.

Da jeder Schüler ein individuelles Maß an Begabung mitbringt, von sehr niedrig bis sehr hoch, sollen die Begriffe der Behinderung und der Hochbegabung verschwimmen, indem das Augenmerk auf eine ubiquitäre und Alle einschließende generelle Begabungsförderung im inklusiven Sinne gelegt wird.

Sehen Sie hier den Film zum Thema von Annika Dechmann (Universität Münster):

https://www.youtube.com/watch?v=7DIuv40m94Y

vorbild bremen?

(von Brigitte Schumann) Das Recht auf inklusive Bildung gilt auch für Kinder und Jugendliche mit emotionalen und sozialen Entwicklungsproblemen. Dass ausgerechnet das Land Bremen mit seiner Vorreiterrolle bei der Umsetzung der Behindertenrechtskonvention dieses Recht für diese Gruppe nachträglich per Gesetz einschränken will, ist ein fatales politisches Signal an alle anderen Bundesländer, die ihrer Verantwortung für das Gelingen der Inklusion bislang nicht nachkommen.

Aber auch bestehende gesellschaftliche Vorbehalte und Ressentiments gegenüber verhaltensschwierigen Kindern und Jugendlichen, die allzu schnell zu einer Gefahr für andere erklärt und ausgegrenzt werden, werden damit bestätigt. Ablehnende Haltungen in den Lehrerzimmern werden verstärkt. Neben der wichtigen Forderung der GEW Bremen "Inklusion finanzieren, statt beschneiden" muss es deshalb auch die politische Forderung nach einem Bewusstseinswandel gegenüber diesen besonders verletzlichen Kindern geben.

Lesen Sie hier den vollständigen Beitrag: http://bildungsklick.de/a/88843/inklusion-ja-aber-nicht-fuer-alle/

„das selektive schulsystem überwinden“ | landespressekonferenz 6. februar 2013

Das Netzwerk in „in einer Schule gemeinsam lernen“ hat am 6. Februar 2013 zu einer Landespressekonferenz im Landtag zum Thema „Das selektive Schulsystem überwinden: Zur Umsetzung der Inklusion und des gemeinsamen Lernens in Baden-Württemberg“ eingeladen. Seit dem späten Sommer 2012 hat sich das Netzwerk darauf vorbereitet und ein gemeinsames Positionspapier erarbeitet.

Johannes Pande vom Berufs- und Fachverband Heilpädagogik e.V. Baden-Württemberg machte mit diesen Positionen mit den Schwerpunkten Gemeinschaftsschule, Regionale Schulentwicklung, Bildungsplanreform 2015, Inklusion, Ressourcen und Strategie der Umsetzung den Anfang. Die unabhängig davon vorgelegte eigene Stellungnahme des Berufs- und Fachverbands findet sich unter http://www.gew-bw.de/Binaries/Binary24275/PM_Fachverband_Heilpaedagogik.pdf .

Rolf Kaschub von der LAG Gemeinsam leben – gemeinsam lernen versucht nachzuvollziehen, warum der von der Elterninitiative vorgelegte Gesetzentwurf zur schulischen Inklusion nicht weiter berücksichtigt ist. Dieser wird im Sonderschulreferat zurückgehalten und die eigene Kabinettsvorlage wird nur mit großen Schwierigkeiten und Lücken weiter bearbeitet. Kaschub macht Mut, das völkerrechtlich verbindliche Projekt Inklusion nicht aus Angst vor unkontrollierbaren Mehrkosten auszubremsen. (https://www.gew-bw.de/Binaries/Binary24276/PM_LAG_Gemeinsam_leben.pdf)

Doro Moritz von der GEW betont noch einmal, dass mit der Gemeinschaftsschule der Einstieg in die Überwindung des gegliederten Schulsystems eingeschlagen wurde und diese zum Ziel habe, ein zu teures Nebeneinander zu vieler Schularten einmünden zu lassen in ein längeres gemeinsames sowie individuelles und soziales Lernen. Diese wegweisende und uneingeschränkt richtige Grundsatzentscheidung darf nicht gefährdet werden durch Unterfinanzierung, Schlechter-Stellung der gymniasalen Oberstufe an einer GMS und unbedachte Lehrerstellenstreichung anstelle der Umsteuerung der aus der demographischen Rendite frei werdenden Lehrer in die neuen und innovativen Schulkonzepte. (https://www.gew-bw.de/Binaries/Binary24273/Pressekonferenz130206_Rede_Moritz.pdf)

leserbrief des seminars „forschungswerkstatt inklusion“ an der pädagogischen hochschule, freiburg

GEMEINSAMER UNTERRICHT FÜR SCHÜLER MIT UND OHNE HANDICAP
Die Abweichung von der Norm darf nicht mehr dazu führen, dass man am Rande der Gesellschaft steht

Zu: „Inklusion in der Schule – Integration als Überforderung“, Beitrag von Wulf Rüskamp (Badische Zeitung, Politik, 2. November):

Dass Schüler nur in möglichst homogenen Lerngruppen gut lernen können und der Leistungsgesellschaft gewachsen seien, ist ein Mythos, der spätestens von der Pisa-Studie widerlegt wurde. Empirische (Schul-)Forschungsergebnisse haben gezeigt: Integration/Inklusion macht schlau. Darunter versteht man, dass schwächere Schüler im inklusiven Unterricht mehr lernen und stärkere nicht weniger, sondern im Gegenteil sogar in ihrer sozialen Kompetenz gestärkt werden. Daher denken wir, dass inklusiver Unterricht sehr wohl Sinn macht und alle Schüler davon profitieren. Inklusion bedeutet nicht, unüberlegt alle in eine Klasse zu setzen und einen Lehrer davorzustellen. Und Unterricht bedeutet schon lange nicht mehr die frontale Vermittlung von Wissen. Die heutige Pädagogik weiß sich auf Heterogenität aller Art einzustellen und diese als Ressource zu nutzen.
Wollen wir an einem Regelschulsystem, „in dem ungeschmälert die Gesetze der Leistungsgesellschaft gelten“, festhalten? Wollen wir es weiter dulden, dass Kinder kategorisiert werden nach dem Grad ihrer Leistungsfähigkeit und damit unterschiedliche Wertschätzung erfahren? Warum wollen wir unbedingt unsere Kinder dieser Leistungsgesellschaft unterwerfen, sie in diese Norm pressen? Wieso denken wir nicht einfach anders herum? Wieso passen wir nicht den Leistungsbegriff unseren Kindern an und definieren Leistung neu und umfassender?

Jeder Einzelne sollte die Chance bekommen, seine Fähigkeiten so gut wie möglich zu entfalten. Vielfalt muss endlich als Bereicherung gesehen werden; „Andersartigkeit“ im Sinne der Abweichung von einer Norm darf nicht mehr dazu führen, dass man am Rande der Gesellschaft steht. In einer inklusiven Schule werden alle Kinder als gleichwertig und gleichzeitig als unterschiedlich wahrgenommen, und diese Unterschiedlichkeiten werden wertgeschätzt. Inklusionspädagogik ist sicher ein Ideal, eine Zukunftsperspektive, was uns nicht hindern sollte, uns auf den Weg zu machen.
Die Schulen müssen sich ändern, das Konzept von Schule muss neu definiert werden. Dass der klassische Frontalunterricht ins Museum gestellt werden kann, sollte klar sein. Es geht darum, Konzepte zu entwickeln, wie die Heterogenität der Lerngruppe didaktisch sinnvoll genutzt werden kann. Dies kostet viel Geld, aber die Reformpraxis in anderen Ländern und in anderen Bundesländern zeigt, wie Inklusionspädagogik erfolgreich umgesetzt werden kann – und welche „Baustellen“ dabei bearbeitet werden müssen. Grundlage ist sicher, dass die Lehrkräfte ausgebildet werden, einen differenzierten Unterricht zu gestalten, durch welchen alle Lernenden gefördert und gefordert werden.

Teilnehmer des Seminars „Forschungswerkstatt Inklusion“ an der
Pädagogischen Hochschule, Freiburg
Redaktion: Prof Holzbrecher

gericht stärkt wahlrecht der eltern zwischen der sonderschule und einer beschulung in der allgemeinen schule

Kind mit DS bekommt Schulbegleitung: Das Reutlinger "Urteil" ist vom Tisch.

„Liebe Mitglieder und Freunde der LAG Gemeinsam leben - gemeinsam lernen,

im Sommer wurden viele von euch mit dem "Reutlinger Urteil", eigentlich
einem Beschluss im Eilverfahren, konfrontiert, weil Sozialämter landauf
landab diese Entscheidung des Landgerichts Reutlingen zum Anlass nahmen,
Eingliederungshilfeanträge von Eltern, die für ihre Kinder in inklusiven
Schulzusammenhängen Schulbegleitungen brauchen, abzulehnen oder sie zu
befristen bzw. bereits bewilligte Maßnahmen zu kürzen.

Wir sind sehr erleichtert, dass dieser Beschluss nun vom Tisch ist. Das
Landessozialgericht Baden-Württemberg hat ihn abgeändert und den
Landkreis verpflichtet, in diesem Schuljahr die Kosten für eine
qualifizierte Schulbegleitung für das Mädchen mit Down-Syndrom, das in
die 3. Klasse der Grundschule vor Ort geht, im Umfang von 17 Stunden und 15
Minuten pro Woche bis zu einem Betrag von 43 Euro pro Stunde zu
übernehmen. Dieser Beschluss ist nicht anfechtbar.

Das Gericht betont das Wahlrecht der Eltern zwischen der Sonderschule
und einer Beschulung in der allgemeinen Schule. Dieses Wahlrecht müsse
der Sozialhilfeträger respektieren. Mehr noch: Werde die Schulbegleitung
verweigert, würde die "Schulwahlentscheidung der Eltern... und das Recht
auf eine inkludierende Beschulung...unterlaufen."

Das Gericht bejaht einen Anspruch auf notwendige Hilfe, die nicht im
Kernbereich schulischer pädagogischer Förderung stattfindet: "Der
Schwerpunkt der begehrten Maßnahme liegt vielmehr darin, der
Antragstellerin überhaupt den Verbleib in der Regelschule durch
integrierende, beaufsichtigende und fördernde Handlungen zu ermöglichen."

Im konkreten Fall bedeutet das: Aktivierung hinsichtlich der Teilnahme
am Unterricht, z.B. durch eine Wiederholung der Arbeitsanweisung -
Betreuung im allgemeinen Schulalltag, z.B. beim Essen, Toilettengang,
Kleidungswechsel, Sport- und Schwimmunterricht - sowie in den Pausen
dafür zu sorgen, dass das Mädchen in die Klasse/Schulgemeinschaft
integriert bleibt und nicht unkontrolliert das Schulgelände verlässt.

Ob eigentlich die Schule diese Aufgabe erfüllen muss, wie viele
Sozialämter immer argumentiert haben, hält das Gericht für unerheblich.
Für die Gewährung einer Schulbegleitung sei lediglich entscheidend, dass
die Schule diese Aufgaben nicht erfüllt oder nur sehr eingeschränkt. Im
vorliegenden Fall hat das Mädchen fünf Stunden sonderpädagogische
Unterstützung.

Zwei aktuelle Beschlüsse des Sozialgerichts Mannheim, die ebenfalls im
einstweiligen Rechtsschutz ergangen sind, argumentieren übrigens ähnlich
und machen es den Sozialämtern jetzt nicht mehr so leicht, die Anträge auf
Eingliederungshilfe abzulehnen.

Da der Deutsche Städtetag im Falle einer anderen Entscheidung zu seinen
Gunsten diese sicherlich bis ins kleinste Rathaus des Landes verbreitet
hätte, bitten wir euch, auch diese Entscheidung, die die Rechte der Kinder
mit Behinderung, die eine allgemeine Schule besuchen, stärkt, weiter
bekannt zu machen.

Es kann aus unserer Sicht nicht sein, dass vor dem Hintergrund der
UN-Konvention über die Rechte der Menschen mit Behinderung Inklusion
sozusagen durch die Hintertür (Verweigerung der notwendigen Hilfen in
der Schule) wieder ausgehebelt wird. Dass die Landesregierung es bisher
nicht geschafft hat, durch eine Schulgesetzänderung die Kostenverteilung
für schulische Inklusion zwischen Land und Städten/Kommunen zu regeln,
haben wir Eltern und die Kinder, um die geht, ja nun wahrlich nicht zu
verantworten.

Wenn Sie weitere Fragen haben oder sich für den Beschluss im Wortlaut
interessieren, melden Sie sich gerne.

Claudia Heizmann

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"Ein einzelner hilft nicht, sondern wer sich mit vielen zur rechten Stunde
vereinigt" (Goethe)"

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