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4. bundes.kongress inklusion.leben

 

Es ist wieder so weit:

am 15.Oktober 2016 
von 9.00 - 16.30 Uhr 
Staudinger-Gesamtschule in Freiburg

Und das ist unser Progamm:

ab 8.30 Uhr Ankommen bei einem kleinen Imbiss

9.00 - 11.30 Uhr

Begrüßung

Grußwort Stadt Freiburg
Bürgermeister Ulrich von Kirchbach

Gemeinsam lernen - Gemeinsamkeit lernen - Das Menschenrecht auf Inklusion.
Impulsvortrag Otto Herz, Reform-Pädagoge | Diplom-Psychologe

Vorstellung der Workshops

Inklusion als Gestaltungsprinzip.
Globalisierung. Nachhaltigkeit. Zukunft.
Impulsvortrag Prof. Dr. Dr. Franz-Josef Radermacher, Universität Ulm

Kurze Pause _ Übergang zu den Workshops

12.00 - 13.00 Uhr
Neun Workshops 

13.00 - 14.00 Uhr
Mittagspause & Networking

14.00 - 15.00 Uhr
Neun Workshops _ Fortsetzung

15.00 - 15.30 Uhr
Kaffeepause

15.30 - 16.30 Uhr
Plenum im Worldcafé | Verabschiedung

 

Die Workshops

Workshop 1 Everything's gonna be alright. NUR für Jugendliche von 12 - 19 Jahre.
Bist du ein ganz normaler* Mensch? Oder denkst du manchmal auch darüber nach, wie es wäre, zum Beispiel ein Einhorn zu sein? Und: Was bedeutet überhaupt normal*? Muss man eigentlich normal* sein, um dazu zugehören?
In unserer illustren Runde wollen wir gemeinsam über Vorurteile gegenüber anderen reden. Lasst uns statt in schwarz-weiss in Regenbögen denken, und schauen, wie bunt die Welt ist, wenn man es zulässt. Jede*r verdient Akzeptanz und Respekt - unabhängig von Herkunft, Aussehen, Geschlecht oder Sexualität.
Mit: Fräulein Chaos alias Sina Bormüller, Youtuberin & Helen Schneider, Studierende „Pädagogik: Entwicklung und Inklusion” an der Universität Siegen

Workshop 2 Mann? Frau? Mensch.
Jungs mit Haarspangen und pinken Klamotten, Familienväter, die den Anspruch auf Elternzeit wahrnehmen oder Homosexuelle mit Kindern geben noch häufig ein ungewohntes Bild in der Gesellschaft ab. Doch wer definiert, was als „normal“ wahrgenommen wird und was nicht? Welche Folgen haben Schubladendenken und Vorurteile? Und was hat das überhaupt mit Inklusion zu tun? Der Workshop liefert Denkanstöße und regt mit vielfältigen Methoden und Berichten von betroffenen Menschen zu Diskussionen an.
Mit: Carina Utz & Adrian Hoffmann, FLUSS_Verein für Bildungsarbeit zu Geschlecht und sexueller Orientierung, Freiburg

Workshop 3 Keine Angst vor dem Fremden. Chancen der Migration.
Weltweit sind über 65 Millionen Menschen aus verschiedensten Gründen auf der Flucht. Die überwiegende Mehrheit dieser Flüchtlinge wird Deutschland nie erreichen. Dennoch schüren rechtspopulistische Politiker, Parteien und Medien die Ängste der Bevölkerung.
Die nach einer gefahrvollen Flucht bei uns angekommenen Menschen stellen uns vor ganz besondere Herausforderungen. Jede Herausforderung bietet aber auch Chancen. Das Ziel dieses Workshops ist, auf der Basis von Fakten die positiven Seiten der Migration für unsere Gesellschaft herauszuarbeiten und aufzuzeigen, wie Integration zu einem gelingenden Prozess werden kann.
Mit: Philip Bona, Kompetenz- und Koordinierungsstelle „Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen" der Stadt Freiburg

Workshop 4 Inklusion in der Gesellschaft.
Das Menschenrecht auf Inklusion gilt seit 2009 in Deutschland. In diesem Workshop soll gemeinsam geklärt werden: Welche Vorstellungen von Inklusion sind in der Gesellschaft angekommen und inwieweit stimmen diese mit dem Menschenrecht Inklusion überein? Wo sehen wir in der gesellschaftlichen Entwicklung Unterstützung für, wo Widerstände gegen Inklusion? Welche Rolle hat die Politik bislang gespielt? Wo müssen wir ansetzen für eine politische und gesellschaftliche Bewusstseinsveränderung?
Mit: Dr. Brigitte Schumann, Bildungsjournalistin mit Schwerpunkt Inklusion

Workshop 5 Auf die Haltung kommt es an.
Wer sich mit Pädagogik, Unterrichten in heterogenen Gruppen und individueller Förderung beschäftigt, wird aktuell schnell mit dieser Aussage konfrontiert.
Was ist das eigentlich „Haltung”? Vor allem: die richtige Haltung? Wer beurteilt, ob man die richtige Haltung hat und kann man diese lernen? Diesen Fragen gehen wir nach, erarbeiten gemeinsam Antworten und decken Grenzen der Fragen auf.
Der Workshop bietet eine echte Handhabe für eine Haltung an, die das eigene Ich mit einbezieht. Bereiten Sie sich auf etwas Neues und Besonderes vor und bleiben Sie offen für Veränderungen.
Mit: Daniela Körner, Seminarleiterin des familylab.de

Workshop 6 Was heißt schon Recht auf Bildung?
Aktuelle Berichte zeigen: Die Bildungschancen von KIndern in Deutschland sind weiterhin stark von der Herkunft ihrer Eltern abhängig, und die Gruppe der davon Betroffenen ist deutlich gewachsen, denn unter den hier angekommenen Flüchtlingen sind über 250.000 Kinder und Jugendliche.
Wie können Schulen unterstützt werden, um jedem Kind zum gleichen, individuellen Recht auf Bildung zu verhelfen? Wie ist es, wenn sehr erfolgreiche Absolventen aller Fachrichtungen erste Erfahrungen im Klassenzimmer statt in der Wirtschaft sammeln, so der Gesellschaft etwas zurückgeben und Schüler*innen ein Vorbild sind, dem sie nacheifern können? Antworten auf diese und weitere Fragen finden Sie in diesem Workshop.
Mit: Ulf Matysiak, Geschäftsführer Teach First Deutschland

Workshop 7 Gemeinsam Lernen. Vision oder Kern-Auftrag der Schulen?
Obwohl der Blick in verschiedene Bundesländer zeigt, dass aktuell das „Zwei-Säulen-Modell” weithin favorisiert wird, bleibt das Ziel: Alle Kinder gehen von der Grundschule bis zum Ende der Sekundarstufe auf eine Schule und lernen so, Individualität in sozialer Verantwortung zu leben.
In diesem Workshop werden wir begründen, warum wir das GEMEINSAME LERNEN als den Kern-Auftrag aller Schulen ansehen. Gemeinsam soll darüber nachgedacht werden, welche Anstrengungen notwendig sind, dieses Ziel zu erreichen und das „Zwei-Säulen-Modell" schrittweise zu überwinden.
Mit: Christoph Bayer, Diplompädagoge, Bildungspolitiker und langjähriger Vorsitzender des Kuratoriums für politische Bildung der LpB BaWü und Otto Herz, Reform-Pädagoge/Diplom-Psychologe, Bielefeld/Leipzig

Workshop 8 Inklusion in der Arbeitswelt.
Inklusion beschränkt sich nicht auf die Integration Behinderter. Sie braucht vielmehr eine Arbeitswelt, in der die Menschen mit ihren individuellen Fähigkeiten und ihrem ganz persönlichen Hintergrund ihren Platz finden.
Nach einführenden Kurzberichten über aktuelle Förderprogramme sollen gemeinsam Antworten sowohl aus dem Blickwinkel der Arbeitgeber*innen als auch der Arbeitnehmer*innen auf folgende Fragen gefunden werden: Welche Bedingungen über das Bestehende hinaus sind zu erfüllen? Welche Instrumente und Werkzeuge sind erforderlich? Welche Barrieren stehen im Weg?
Mit: Jutta Bauchinger-Rominger, Handwerkskammer Freiburg und Roswitha Schneider, Arbeitsagentur Freiburg

Workshop 9 Alle(s) inklusive. Veranstaltungen planen und organisieren.
Erfolgreiche Veranstaltungen sind die, nach denen alle zufrieden nach Hause gehen und „etwas” mitnehmen. Dies zu erreichen, ist für Veranstalter*innen Wunsch und Herausforderung zugleich.
Der Workshop wendet sich an ehrenamtlich engagierte Menschen, die keine oder wenig Erfahrung in der Veranstaltungsorganisation haben. Gemeinsam wollen wir einen kleinen Orga-Leitfaden mit den wichtigsten Schritten der Veranstaltungsplanung erarbeiten. Dabei berücksichtigen wir auch, welche Besonderheiten bei inklusiven Veranstaltungen bedacht werden müssen. Der Workshop beinhaltet eine Einführung in den www.inklusionskalender.de
Mit: Cornelia Bossert, cmk | büro für kommunikation, bildung neu denkene.V.


Hier können Sie unseren Kongressflyer herunterladen (PDF)

wir trauern um elisabeth noeske

 
16 0724 trauer noeske

der interaktive inklusions.kalender

 
16 0523 logo inklusionskalender.de

Unser interaktiver Inklusions.Kalender für alle ist unter "www.inklusionskalender.de" online!

Veranstaltungen einstellen funktioniert jetzt ganz einfach: Registrieren, Daten eingeben, sichern - fertig.

Eingegebene Termine können jederzeit aktualisiert werden.
Organisationen (z.B. Vereine, Schulen…) oder Initiativen nutzen den Inklusions.Kalender kostenlos.

Alle Achtung: Menschenverachtende Inhalte und | oder von Organisationen, die solche Inhalte vertreten finden darin keinen Platz.

Wir freuen uns auf einen bunten, vielfältigen Kalender!

 

Lesen Sie hier die Berichterstattung der Badischen Zeitung

 

podiumsdiskussion "inklusion ist eine haltung" | jetzt auf youtube

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Hier anschauen: Impulsreferat Otto Herz | Inklusion ist eine Haltung
In seinem Impulsreferat erläuterte Otto Herz, weshalb eine inklusive Gesellschaft die Gesellschaftsform ist, die den heutigen Herausforderungen am besten gerecht wird. Dabei schlug er in seinem Vortrag am Beispiel seines eigenen Lebenswegs einen weiten Bogen von seiner Geburt in einer Bombennacht 1944 bis heute. Sein Fazit: in unserer globalisierten Welt sind alle Menschen „Weltbürger” oder noch besser „Planetarier”. Sich mit „Fremdem und Fremden anzufreunden”, Stärken zu fördern, statt Schwächen der Menschen in den Vordergrund zu rücken, ist für den Reformpädagogen das Gebot der Stunde. Ein integratives „Weiter so” unter dem Deckmantel der Inklusion darf es nicht geben. In einer inklusiven Gesellschaft gehören alle von Anfang an dazu, unabhängig von ihrer Abstammung, ihrem kulturellen Hintergrund oder ihrem sozialen Status. Inklusion muss endlich gemäß den ratifizierten UN-Konventionen (Menschen-, Kinder- und Behindertenrechtskonvention) angenommen und umgesetzt werden. Inklusion kann nicht auf die Integration Behinderter reduziert werden.

Hier anschauen: Podiumsdiskussion | Inklusion ist eine Haltung
Trotz Kritik an der Einladung der AfD war die von dem Freiburger Verein bildung neu denken organisierte öffentliche Veranstaltung „Inklusion ist eine Haltung” mit dem Reformpädagogen Otto Herz in der Mensa der Freiburger Hebelschule gut besucht. Rede und Antwort standen den rund fünfzig Teilnehmern der Landtagsabgeordnete Reinhold Pix (Bündnis 90/Grüne) sowie die Landtagskandidaten Jens-Arne Buttgereit (FDP), Walter Krögner (SPD), Wolfgang Ott (AfD), Klaus Schüle (CDU) und Lothar Schuchmann (Linke).

In der an den Vortrag anschließenden Diskussion führten sowohl die im Vorfeld per Facebook eingegangenen Fragen und Statements als auch die des Publikums zu einem lebhaften Austausch. Neben einem Vertreter des Freiburger Schülerrats, nutzten die beiden Vorsitzenden des Gesamtelternbeirats Birgit Schumann und Daniela Körner die Gelegenheit, ihre Anliegen den Landtagskandidaten vorzutragen ebenso wie die Personalrätin Marlu Würmell-Klauss und Vertreter des „Freiburger Bündnis - eine Schule für alle”. Immer wieder beeindruckten die geschilderten, beispielhaften persönlichen Erfahrungen.
Wie wichtig diese Veranstaltung für die weitere Entwicklung einer inklusiven Gesellschaft ist, lässt sich auch an der Teilnahme der Behindertenbeauftragte der Stadt Freiburg, Sarah Baumgart, und ihrer Kollegin aus dem Kreis Breisgau-Hochschwarzwald, Melanie Hildmann, ablesen.
In Baden-Württemberg wurde die Inklusion in den vergangenen fünf Jahren auf den Weg gebracht. Für deren Umsetzung gibt es allerdings noch sehr viel zu tun. Unabhängig davon, ob Schulleiterin, Schüler, Eltern oder Lehrer sind sich die Veranstaltungsteilnehmer darüber einig, dass Inklusion nicht auf Behinderte beschränkt werden kann, sondern die gesamte Gesellschaft betrifft.
Die zukünftige Landesregierung und der Landtag müssen mit Hilfe entsprechender Kommunikationskonzepte und Maßnahmen dafür sorgen, dass in der Bevölkerung das Bewusstsein für Inklusion weiter wächst, sie zum Gestaltungsprinzip in allen Lebensbereichen erhoben wird. Unterstützt wird die Entwicklung der inklusiven Gesellschaft nach Ansicht der Erstunterzeichner des von bildung neu denken aufgestellten Forderungskatalogs auch durch die Verpflichtung aller Institutionen und gesellschaftlichen Gruppen, deren Prinzipien im Alltag zu berücksichtigen. Des weiteren sollen alle Maßnahmen zur Umsetzung der Inklusion in einem Ministerium für Inklusion gebündelt, entsprechende Aktivitäten von diesem vorangetrieben und regelmäßig überprüft werden. Im Sinne einer inklusiven Gesellschaft müssen Berichte und Statistiken über den aktuellen Stand der Entwicklung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

 

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Eindrücke vom Kongress.
Bitte klicken Sie auf das Bild, um die Galerie zu öffnen.

 

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Wir danken:

rund 160 Teilnehmern, die in sieben Workshops wertvolle Beiträge zur Umsetzung der Inklusion im Alltag erarbeitet haben.

unseren Referenten & Moderatoren

Herrn Bürgermeister Ulrich von Kirchbach (Bürgermeister für Jugend, Soziales, Inklusion) und Norbert Zeller (Leiter der Stabstelle Gemeinschaftsschule, Schulmodelle, Inklusion).

Edgar Bohn, Margarete Brugger, Jutta Bauchinger-Rominger, Sina Bormüller alias Fräulein Chaos, Yener Erfidan, Mathias Falk, Otto Herz, Vincent Hettrich, Andrea Hufeland, Wolfgang Jansen, Ulrike Müller-Harth, Gabi Rolland MdL, Prof. Dr. Wolfram Rollett, Robert Sandermann, Helen Schneider, Roswitha Schneider, Alexander Schoch MdL, Carina Utz, Dr. Fabian van Essen

Ein ganz besonderer Dank gilt

den Gundelsingers, für das hervorragende Catering und den super leckeren Kuchen.

den vielen freiwilligen Helfern, die uns tatkräftig zur Seite standen.

unseren Spendern und Sponsoren, deren Unterstützung den Kongress erst ermöglichte.

der Stadt Freiburg für die kostenlose Bereitstellung der Räume.

Frau Winterhalter-Kolb, Herrn Baier und Frau Baumer-Klein, Mensaleiterin der Staudinger-Gesamtschule für ihre Hilfe vor, während und nach dem Kongress.

Einen Bericht der Badischen-Zeitung finden Sie hier

film | gleichgesetzt und unterfordert?! - hochbegabung in inklusiven settings

„Die Behindertenrechtskonvention wird allerorten einhellig ‚begrüßt'!film hochbegabung in inklusiven settings Kritische oder gar ablehnende Stellungnahmen sind nicht bekannt. Es gibt also - so scheint es - keine Gegner der Inklusion!"

So treffend diese Worte von Integrationsforscher Prof. Dr. Hans Wocken scheinen, so realitätsfern sind sie in der Praxis, wie der Professor für Lernbehinderten- und Integrationspädagogik in seinem Essay „Über Widersacher der Inklusion und ihre Gegenreden" eindrücklich beschreibt.

Aufgrund der relativ aktuell beschlossenen UN-Behindertenrechtskonvention wird der Begriff Inklusion vor allem als Einschluss von behinderten Menschen in die „normale" Gesellschaft registriert.

Im Gegensatz zu einer solchen öffentlichen und medialen Wahrnehmung liegt der Fokus dieses Films auf Hochbegabung in inklusiven Settings, vor allem an Schulen. Er soll Vorurteile des elitären Bildungsbürgertums entkräften und durch die Gegenüberstellung und Diskussion der beiden Extreme der Lernschwachen und --starken den eigentlichen Gedanken inklusiver Werte fokussieren: Den Weg von der aktuell noch allgegenwärtigen Defizitorientierung hin zu einer grundsätzlichen Potentialorientierung, die sich an alle Schüler richtet.

Da jeder Schüler ein individuelles Maß an Begabung mitbringt, von sehr niedrig bis sehr hoch, sollen die Begriffe der Behinderung und der Hochbegabung verschwimmen, indem das Augenmerk auf eine ubiquitäre und Alle einschließende generelle Begabungsförderung im inklusiven Sinne gelegt wird.

Sehen Sie hier den Film zum Thema von Annika Dechmann (Universität Münster):

https://www.youtube.com/watch?v=7DIuv40m94Y

vorbild bremen?

(von Brigitte Schumann) Das Recht auf inklusive Bildung gilt auch für Kinder und Jugendliche mit emotionalen und sozialen Entwicklungsproblemen. Dass ausgerechnet das Land Bremen mit seiner Vorreiterrolle bei der Umsetzung der Behindertenrechtskonvention dieses Recht für diese Gruppe nachträglich per Gesetz einschränken will, ist ein fatales politisches Signal an alle anderen Bundesländer, die ihrer Verantwortung für das Gelingen der Inklusion bislang nicht nachkommen.

Aber auch bestehende gesellschaftliche Vorbehalte und Ressentiments gegenüber verhaltensschwierigen Kindern und Jugendlichen, die allzu schnell zu einer Gefahr für andere erklärt und ausgegrenzt werden, werden damit bestätigt. Ablehnende Haltungen in den Lehrerzimmern werden verstärkt. Neben der wichtigen Forderung der GEW Bremen "Inklusion finanzieren, statt beschneiden" muss es deshalb auch die politische Forderung nach einem Bewusstseinswandel gegenüber diesen besonders verletzlichen Kindern geben.

Lesen Sie hier den vollständigen Beitrag: http://bildungsklick.de/a/88843/inklusion-ja-aber-nicht-fuer-alle/

„das selektive schulsystem überwinden“ | landespressekonferenz 6. februar 2013

Das Netzwerk in „in einer Schule gemeinsam lernen“ hat am 6. Februar 2013 zu einer Landespressekonferenz im Landtag zum Thema „Das selektive Schulsystem überwinden: Zur Umsetzung der Inklusion und des gemeinsamen Lernens in Baden-Württemberg“ eingeladen. Seit dem späten Sommer 2012 hat sich das Netzwerk darauf vorbereitet und ein gemeinsames Positionspapier erarbeitet.

Johannes Pande vom Berufs- und Fachverband Heilpädagogik e.V. Baden-Württemberg machte mit diesen Positionen mit den Schwerpunkten Gemeinschaftsschule, Regionale Schulentwicklung, Bildungsplanreform 2015, Inklusion, Ressourcen und Strategie der Umsetzung den Anfang. Die unabhängig davon vorgelegte eigene Stellungnahme des Berufs- und Fachverbands findet sich unter http://www.gew-bw.de/Binaries/Binary24275/PM_Fachverband_Heilpaedagogik.pdf .

Rolf Kaschub von der LAG Gemeinsam leben – gemeinsam lernen versucht nachzuvollziehen, warum der von der Elterninitiative vorgelegte Gesetzentwurf zur schulischen Inklusion nicht weiter berücksichtigt ist. Dieser wird im Sonderschulreferat zurückgehalten und die eigene Kabinettsvorlage wird nur mit großen Schwierigkeiten und Lücken weiter bearbeitet. Kaschub macht Mut, das völkerrechtlich verbindliche Projekt Inklusion nicht aus Angst vor unkontrollierbaren Mehrkosten auszubremsen. (https://www.gew-bw.de/Binaries/Binary24276/PM_LAG_Gemeinsam_leben.pdf)

Doro Moritz von der GEW betont noch einmal, dass mit der Gemeinschaftsschule der Einstieg in die Überwindung des gegliederten Schulsystems eingeschlagen wurde und diese zum Ziel habe, ein zu teures Nebeneinander zu vieler Schularten einmünden zu lassen in ein längeres gemeinsames sowie individuelles und soziales Lernen. Diese wegweisende und uneingeschränkt richtige Grundsatzentscheidung darf nicht gefährdet werden durch Unterfinanzierung, Schlechter-Stellung der gymniasalen Oberstufe an einer GMS und unbedachte Lehrerstellenstreichung anstelle der Umsteuerung der aus der demographischen Rendite frei werdenden Lehrer in die neuen und innovativen Schulkonzepte. (https://www.gew-bw.de/Binaries/Binary24273/Pressekonferenz130206_Rede_Moritz.pdf)

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