Rechtsgutachten: Inklusion einklagbar

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Freitag, 15. Januar 2010 um 00:00 Uhr

Rechtsgutachten des Elternverbands „Gemeinsam Leben, Gemeinsam lernen" stellt die unmittelbare Wirksamkeit des Rechts auf Unterricht an Allgemeinen Schulen klar:
Länder müssen handeln

Behinderte Kinder haben ab sofort das Recht, gemeinsam mit nicht behinderten Kindern eine allgemeine Schule zu besuchen. Nach der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) gilt dieser Anspruch für das einzelne Kind unabhängig von anders lautenden Schulgesetzen. Zudem müssen Bund und Länder zügig inklusive Bildung verwirklichen und dafür auch Qualitätsmaßstäbe festlegen. Dies sind zwei wesentliche Ergebnisse eines Rechtsgutachtens, das der führende deutsche Völkerrechtler Professor Dr. Eibe Riedel  vorgestellt hat.

 

kongress „inklusion (er)leben

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Sonntag, 17. Januar 2010 um 13:13 Uhr

kongress-plakat-03

Endlich ist es soweit: Unser erster Kongress.

Bildungskongress „Inkusion (er)leben"
Impulsreferat: Otto Herz
13. März 2010
10.00-18.00 Uhr
Kultur und Vereinshaus Gundelfingen


Praktiker berichten und diskutieren über den täglichen Umgang und verschiedene Aspekte der Inklusion im öffentlichen Schulsystem.

Sie können an folgenden Foren teilnehmen:
Forum I: Länger gemeinsam lernen in der Praxis
Helmut Gattermann & Rolf Wiehe

Forum II: Inklusion aus Lehrersicht
Klaus Göppert & Silvia Kleine

Forum III: Inklusion im schulischen Alltag
Simone Schreiber & Michaela Riedinger

Forum IV: Inklusion & Lehrerfortbildung
Heide Simon

Forum V:
Inklusion & Architektur
Elisabeth Noeske & Sabine Daiber


Downloads:


   

freiburger appell

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Donnerstag, 08. Oktober 2009 um 12:04 Uhr

freiburger appell

bildung neu denken e.V. setzt sich für ein Bildungssystem ein, das Kindern die ihrer Vielfältigkeit entsprechende bestmögliche Schul- und Ausbildung gewährleistet. 

Unser, in vielen Bereichen eine Spitzenposition einnehmendes Land, gehört in Sachen Inklusion zu den Schlusslichtern Europas. In den meisten europäischen Ländern werden seit vielen Jahren erfolgreich alle Kinder, unabhängig von ihren individuellen Fähigkeiten, bis Ende der Sekundarstufe gemeinsam unterrichtet. Die Erfahrungen dieser Länder zeigen: Die Angst, „normale“ Schüler würden nicht entsprechend ihrer Leistungen gefördert oder es würden zu hohe Kosten entstehen, ist unbegründet.

Seit die UN-Behindertenkonvention im März 2009 auch bei uns in Deutschland Rechtskraft erlangt hat, können Eltern ihre behinderten Kinder in Regelschulen unterrichten lassen. Konkret bedeutet dies, dass im bundesdeutschen Bildungssystem in den kommenden Jahren eine Umstrukturierung stattfinden muss, die die gesetzlich festgeschriebene Inklusion ermöglicht. Gelingt dies nicht in absehbarer Zeit, wird sich die Bundesrepublik Deutschland gegenüber der UN rechtfertigen müssen.

In Baden-Württemberg gab und gibt es langjährige, erfolgreiche inklusive Schulmodelle. Beispielhaft genannt seien die integrative Waldorfschule in Emmendingen und die Anne-Frank-Grundschule in Freiburg, deren „Integratives SchulEntwicklungsProjekt“ (ISEP) entgegen dem Wunsch der Eltern, des Lehrerkollegiums und der Schulleitung nicht weitergeführt werden darf.

Wir finden, es ist an der Zeit, dass sich die Schulträger auf den Weg zu einem gerechten Bildungssystem „Alle(s) inklusive“ machen. Alle Kinder, von behindert über „normal“ bis hochbegabt, ob mit Migrationshintergrund oder aus schwierigen familiären Verhältnissen, müssen entsprechend ihren ganz persönlichen Begabungen gefördert werden, denn sie sind das Kapital unseres Landes und die Zukunft unserer Gesellschaft.

Unsere Bitte an Sie: Folgen Sie Otto Herz, der als Schirmherr und Ehrenmitglied von bildung neu denken e.V. unseren Freiburger Appell als Erster unterzeichnet hat. Tragen Sie mit Ihrer Unterschrift dazu bei, dass an öffentlichen Schulen in Freiburg inklusiver Unterricht ermöglicht wird.


Wir danken Ihnen ganz herzlich für Ihre Unterstützung. Hier der Appell im Wortlaut:


bildung neu denken e.V.
fordert ein Inklusionsangebot an öffentlichen Schulen in Freiburg.


Im Sommer 2009 stellte das Kultusministerium Baden-Württemberg das ISEP-Konzept („Integratives SchulEntwicklungsProjekt“) ein. Davon betroffen war in Freiburg die ISEP-Klasse an der Anne-Frank-Grundschule. Erst vor dem Hintergrund der UN-Behindertenrechtskonvention, die seit März 2009 in Deutschland Rechtskraft hat und den Eltern behinderter Kinder die Möglichkeit einräumt, notfalls mit Hilfe von Klagen durchzusetzen, dass ihr Kind eine Regelschule besuchen kann, änderte das Ministerium seine Haltung und schaffte die Sonderschulpflicht in Baden-Württemberg ab.

Dennoch mussten die Eltern der behinderten Kinder der Anne-Frank-Schule monatelang bangen, bis eine Lösung für eine Inklusionsklasse an der Freien Christlichen Schule in Freiburg gefunden wurde.

Auf ein Schreiben der beiden grünen Landtagsabgeordneten Edith Sitzmann und Renate Rastätter vom März d. J., in dem diese sich für eine inklusive Beschulung ausgesprochen haben, antwortete Herr Minister Rau am 10. September 2009:

„… Wie Sie wissen, ist es mir ein großes Anliegen, allgemeine Schulen für einen gemeinsamen Unterricht von Behinderten und nicht behinderten Schülerinnen und Schüler zu gewinnen, wo immer dies möglich ist. Dies kann aber am Besten mit deutlichen und überzeugenden Argumenten geschehen. Dabei sind unter anderem gelungene Beispiele gemeinsamen Unterrichts von behinderten und nicht behinderten Kindern besonders hilfreich. 
Nur auf Basis einer überzeugten und aufgeschlossenen Grundhaltung einer Schule können behinderte und nicht behinderte Kinder gemeinsam profitieren.
Ich bin zuversichtlich, dass dies im Rahmen der Weiterentwicklung der sonderpädagogischen Förderung auch im Bereich der allgemeinen Schulen zunehmend gelingen wird.“


bildung neu denken e.V. begrüßt diese Aussage. Es ist nun an der Zeit, dass die Umsetzung der UN-Konvention auch von den Trägern der öffentlichen Schulen aktiv verfolgt wird. Damit Eltern tatsächlich ihr Recht auf freie Schulwahl wahrnehmen können, darf der gemeinsame Unterricht aller Kinder - unabhängig vom Förderbedarf der einzelnen Schülerin/des einzelnen Schülers - nicht an private Schulen delegiert werden.

Wir fordern das Land Baden-Württemberg und die Stadt Freiburg als Bauträger der Schulen auf, in einem ersten Schritt

• ein Grundangebot konzeptioneller und baulicher Art für einen inklusiven Unterricht an öffentlichen Schulen zu schaffen.
• den inklusiven Unterricht in ISEP-Klassen an der Anne-Frank-Grundschule wieder aufzunehmen.
• einer weiterführenden öffentlichen Schule als Modellschule den inklusiven Unterricht bis mindestens Klasse 10 zu ermöglichen.

freiburgerappell
Bitte unterstützen Sie diesen Appell mit Ihrer Unterschrift oder
senden Sie uns eine eMail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. mit dem Betreff: freiburger appell




Wissenswertes zu Otto Herz finden Sie unter www.otto-herz.de

Erstunterzeichner:
Otto Herz_Reformpädagoge
Cornelia Bossert_Förderkreis der Staudinger Gesamtschule Freiburg

Den Freiburger Appell ünterstützen:
Norbert Zeller, MdL, Vorsitzender des Schulausschusses im Landtag von Baden-Württemberg
Claus Munkwitz_Hauptgeschäftsfüher, Handwerkskammer Stuttgart
Profín Dr. Katrin Höhmann_Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
Doro Moritz
_GEW Landesvorsitzende
Waltraud Berndt-Mohr_AK- GEB-Baden-Württemberg
Edith Sitzmann_MdL, Bündnis 90/Grüne
Sebastian Mueller_Altstadtrat Junges Freiburg
Rudolf Bosch_Länger gemeinsam lernen Baden-Württemberg e. V.
Michael Löser_ Geschäftsführer der Integrativen Waldorfschule Emmendingen
Stefan Krusche_Sprecher Landesarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik und Gesundheit (Bündnis 90/Grüne BW)
Johannes Genenger _Vorsitzender des GEB. der Stadt Albstadt
Prof. Dr. Hans Walz_Institut für angewandte Forschung Hochschule Ravensburg-Weingarten    
Irene Vogel_ Stadträtin Unabhängige Frauen Freiburg
Ulrike Schubert_Stadträtin Fraktion Unabhängige Listen
Helmut Gattermann_ ehemaliger Lehrer der Staudinger Gesamtschule
Joachim Kerrmann_Vorsitzender GEB Freiburg
Filippina Lala_EB Vorsitzende Pestalozzigrund- und Hauptschule Mannheim
Klaus Pauscher_ GEW Landesfachgruppe Sonderpädagogische Berufe
Jürgen Leonhardt_Gemeinnützige Gesellschaft Gesamtschule (GGG BW)
Grüne Alternative Freiburg_Stadtratsfraktion
Stefan Schillinger_Stadtrat SPD Freiburg
FDP_Stadtratsfraktion Freiburg
Bündnis90/Grüne_Stadtratsfraktion Freiburg
SPD_Stadtratsfraktion
Dr. Uwe von Dücker_Begründer der „FreiburgerStrassenschule e.V."
Anke Dallmann_Stadträtin Freie Wähler Freiburg
Ines Boban_Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg
Claudia Nock_Lebenshilfe Freiburg
Margot Queitsch_MdL
Freiburger Beirat für Menschen mit Behinderungen

…und viele andere :-)
   

Kongress

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Freitag, 06. Februar 2009 um 00:00 Uhr

Jetzt anmelden:
13. März 2010
Bürgerhaus Gundelfingen

Kongress „Inklusion (er)leben".

kongress-plakat-03


 

   

Die Schule sollten „Treibhäuser der Zukunft“ sein und keine „Wissensfabriken“

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Freitag, 02. Oktober 2009 um 11:03 Uhr

Die Schule sollten „Treibhäuser der Zukunft“ sein und keine „Wissensfabriken“
Leserbrief zum Leitartikel „Unterbewertet" vom 15. September 2009 in der Badischen Zeitung.
Von Rainer Schoenfeld, Opfingen

Die Schule ist keine „Schraubenfabrik“, natürlich nicht, schreibt Andreas Böhme in seinem BZ -Leitartikel vom 15.9., um sich gleich darauf selbst zu widersprechen: sie ist, bitteschön, doch im „wirtschaftlichen Kontext“ zu betrachten. Von Natur aus, von ihrem Auftrag her gesehen, ist Schule keine „komplexe Wissensfabrik“, jeglicher Vergleich mit einem börsennotierten Unternehmen ist fehl am Platze. Schule im besten Sinne sollte ein komplexer Lern- und Lebensraum sein, in dem jeder Schüler und jede Schülerin seine/ihre individuellen Fähigkeiten entdecken und weiterentwickeln kann. In diesen „Treibhäusern der Zukunft“ (R. Kahl) muss gut begossen und gedüngt (motiviert) werden, aber nicht ständig gestutzt und umgetopft (bewertet und getestet) werden. Das „interaktive und dialogische Beziehungsgeschehen“ (Bauer, Lob der Schule) in der Schule unter vornehmlich ökonomischen Gesichtspunkten zu betrachten bedeutet, den Druck auf Lehrkräfte und Schülerschaft zu erhöhen, mit den bekannten Folgen, die z.B. eine falsch verstandene Verkürzung der gymnasialen Schulzeit von 9 auf 8 Jahre hervorgebracht hat.

Es ist heute Mode geworden, „jeden Lebensbereich in der Sprache des Marktes zu beschreiben. Evolutionsbiologen erklären das Tierreich nach den Regeln des Risikokapitals. Weibchen ‚investieren’ in Männchen, getrieben vom Streben nach dem genetischen Maximum“ (R.D. Precht in der ZEIT vom 10.9.). Und Journalisten vergleichen Schulen mit einer Produktionsstätte für Bildung, die höchst effizient, d.h. mit möglichst geringem Input (Personal, Ressourcen) ein Maximum an Output (gut entwickelte und erzogenen Kinder und Jugendliche) hervorbringt.

Natürlich ist das nicht so gemeint, weder vom Kultusministerium noch von Herrn Böhme, aber seine Sprache ist verräterisch. Er erwähnt nicht nur die 800 krisensicheren Lehrerjobs, und nährt dadurch die Neiddebatte, ohne die hohe Ausfallquote in der Lehrerschaft zu erwähnen (etwa 1/3 erreicht die Pensionsgrenze nicht), sondern beklagt auch, dass die „einfache betriebswirtschaftliche Regel von einem der Nachfrage angepassten (Lehrer-)Angebot abgeschafft“ worden ist, dass nämlich trotz sinkender Schülerzahlen alle Stellen im Schulsystem verbleiben. Das sind aber längst notwendige Verbesserungen im Lehrer-Schüler-Verhältnis auf dem Weg zu „Treibhäusern der Zukunft“. Angesichts des etwa 25prozentigen Anteils bildungsschwacher Jugendlicher im Alter von 15 Jahren, vorwiegend mit Migrationshintergrund, sind weitere Maßnahmen dringend erforderlich. Wie vergleichsweise gering der Wert von Bildung in Deutschland erachtet wird, zeigt ein Ergebnis der letzten OECD – Bildungsstudie: zwischen 1995 und 2006 hat Deutschland seine Ausgaben für Bildung im Verhältnis zu seiner Wirtschaftskraft von 5,1 auf 4,8 Prozent verringert. Nur vier von dreißig Ländern ist ihre Zukunft noch weniger wert. In der Tat, nicht nur die Schule, das Bildungssystem insgesamt ist unterbewertet.

   

Nach der Wahl ist vor der Wahl

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Mittwoch, 30. September 2009 um 00:00 Uhr

Die Wahlen sind gelaufen und die Bürger haben entschieden.
Die Regierung steht fest und auch eine starke Opposition ist aus dieser Wahl hervorgegangen.
Die Wahlversprechen -  ebenso wie die Grundsatzprogramme - stehen nun im Raum und der Lauf der Zeit  wird zeigen inwiefern sie umgesetzt werden.

Wir haben für Sie die Links zu den Parteiprogrammen zusammengefasst und werden in den folgenden Monaten sehr genau beobachten, ob die jeweiligen Parteien sich auch daran halten werden.
Die Grundsatzprogramme und Wahlversprechen sind hoch gesteckt - aber schauen wir mal.

Schreiben Sie uns, wieso sie welche Partei gewählt haben und welches Versprechen Ihnen am Herzen lag.
Besonders der Bereich Bildung ist für uns von Interesse.
Wenn Sie noch Material haben aus dem Sie das jeweilige Wahlversprechen bezogen haben senden Sie es uns bitte zu.
Wir freuen uns jetzt auf viele klare Debatten zum Thema Bildung im Bundestag, und hoffen auf den gesunden Menschenverstand und den Blick in die Zukunft.

   

Inklusion in den Medien 09.09

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Montag, 14. September 2009 um 10:20 Uhr

Verschiedene Medien beschäftigen sich inzwischen mit dem Thema Inklusion - auch wenn nicht immer explizit auf den Begriff Bezug genommen wird.

Eine kleine Auswahl:

DLF Pisa+: Interview Karin Evers-Meyer zu inklusiver Schule in Deutschland

Die meisten Kinder mit Behinderungen gehören in normale Schulen. Nur Deutschland hat das noch nicht verstanden.

http://www.zeit.de/2009/32/Das-therapierte-Kind-32
Eltern fördern ihre Kinder heute wie nie zuvor – und helfen oft mit Therapien und Medikamenten nach. Aber welchen Preis bezahlen die Kinder für den Erfolg?

Kinder und der Ernst des Lebens
(Bitte geben Sie in der Suchmaske „Germany´s next Generation" ein)

   

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