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Neues aus dem Ministerium
Geschrieben von: Administrator Sonntag, 04. April 2010 um 00:00 Uhr
Wir dokumentieren einen Brief der Kultusministerin an die Schulleiter des Landes Baden-Württemberg zum Thema „Inklusion" mit einem Kommentar von Otto Herz, der sich zur Zeit in Indien aufhält.
Bitte klicken Sie auf die Abbildung (PDF-Download).
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Otto Herz:
Gründonnerstaggrüße aus Kolkata. - Ich habe den Brief der KM gelesen. Die genannten Broschüren habe ich, kann ich jetzt in Indien nicht lesen. - DIES ist meine erste Kommentierung.
- 1. INKLUSION geht über die Frage des "Miteinander" von Menschen mit Behinderung hinaus. Behindert sind wir alle. Nur in unterschiedlicher Weise und in verschiedener Hinsicht. INKLUSION meint das prinzipielle Lebens-RECHT ALLER mit ALLEN. DAS kann nur in EINER SCHULE FÜR ALLE realisiert werden. Natürlich brauchen diese Schulen für Alle durch multiprofessionelle Teams und durch entsprechende Rahmenbedingungen die Erfüllung der Voraussetzungen für das Gelingen. Dazu gehört z. B. die spezielle sonderpädagogische Kompetenz in der allgemeinen Pädagogik.
- 2. Die Behindertenkonvention der UN sieht ein Eltern-RECHT vor. Das Eltern-RECHT darf nicht durch Weg-Beratungs-Intentionen ausgehölt und aufgehoben werden. Beratung ist gut dann und in dem Sinne, wenn es darum geht, dass die Elternwahl unterstützt wird, damit sie zum Gelingen führt.
- 3. Wer sind die BeraterInnen? Wem unterstehen sie? Gibt es Wahlmöglichkeiten zwischen BeraterInnen und Beratungsinstitutionen? Was die Berater wollen, so werden sie beraten. Darum sind Inklusions-Unterstützungsagenturen gefragt.
- 4. Ja: in der LehrerInnenaus- und -fort- und -weiterbildung muss INKLUSION eine große Rolle spielen. Also: z. B. jedes Gymnasium achtet darauf, dass z. B. 10 % des Kollegiums eine sonderpädagogische Zusatzkompetenz in den nächsten 5 Jahren erwerben.
Dies aus einem Lande, wo tags und nachts, wenn ich durch die Straßen, die engen Gassen wandere, viele, viele Kinder auf den Straßen leben, schlafen, versuchen, sich ihren Lebensunterhalt irgendwie zu ergattern ... - HERZlich!
Oberbürgermeister-Wahl(k)rampf
Geschrieben von: Administrator Montag, 29. März 2010 um 00:00 Uhr
Freiburg | Café Velo | Vorstellung der Bürgermeisterkandidaten zum Thema Bildung
„Der Paritätische" lud ein zur Vorstellung des bildungspolitischen Profils der Kandidaten.
Viel Neues lässt sich nicht berichten.
Bemerkenswert war nur das Weltbild des grünen Amtsinhabers zum Thema Inklusion und Schulstruktur:
- Inklusion = neuer Begriff
- freiburger bündnis „eine schule für alle" = volle Unterstützung und völlig neuer Ansatz
- Gesamtschule = ideologiebehaftet, Diskussion von gestern und daher kein Zukunftsmodell
- Bildungssystem Baden-Württemberg und Bayern = bringt beste Ergebnisse in der Bundesrepublik hervor und ist deshalb respektabel.
Da fragt man sich schon, wie unhistorisch man Begriffe verwenden darf und wie glaubhaft solche wiedersprüchlichen Aussagen sind.
Weder ist Inklusion ein neuer Begriff, noch ist „eine schule für alle" eine völlig neue Idee. Beides fusst eben auf reformpädagogischen Strömungen, die z.B. auch in die Gründung integrierter Gesamtschulen mündeten. Zudem existiert eine (von der Bildungpolitik des Landes arg gebeutelte) integrierte Gesamtschule in Freiburg, die hervorragende Arbeit leistet.
Da ist dann das Loblied auf das bestehende Bildungssystem doch nicht ganz in Einklang zu bringen mit dem Loblied auf eine inklusive Modellschule.
Manchmal misslingt einfach der Spagat zwischen verschiedenen Lagern und die Logik bleibt auf der Strecke.
Marketing an deutschen Schulen
Geschrieben von: Administrator Freitag, 06. Februar 2009 um 00:00 Uhr
Ein aufschlussreicher Text zum Thema Marketing an der Schule fiel mir vor kurzem auf...
Nach dem Lesen des Textes würden sicher sie meisten von uns denken: zum Glück ist unsere Schule noch frei von einer solchen Beeinflussung unserer Kinder.
Wer so denkt, dem empfehle ich einen Blick in die Computerräume und Arbeitsplätze unserer Schulen. Die Firma Microsoft hat inzwischen durch die unten geschilderten Marketing-Massnahmen die IT unserer Schulen fest im Griff und damit auch eine Art „Dauerwerbeveranstaltung zur besten Sendezeit“ im Unterricht verankert. Schlimm ist, dass dies aktiv durch die politisch Verantwortlichen mitgetragen wird - z.B. in Baden-Württemberg durch eine sog. strategische Partnerschaft mit der Firma Microsoft. Unseren Kindern werden hierdurch im Unterricht eben nicht Problemlösungskompetenzen vermittelt sondern reines Produktwissen. Dies kann nicht im Sinne eines unabhängigen Lernkonzepts sein.
Wie diese subtile Beeinflussung funktioniert, kann man auf dieser Website sehen, die auch Schülern empfohlen wird: http://www.it-fitness.de
Der dort angebotene Test wird von der Bundesregierung unterstützt und von der Firma Microsoft gesponsert. So sehen dann auch die Fragen aus, die angeblich den Stand des IT-Wissens ermitteln, in Wirklichkeit aber nur das Wissen zu den Produkten des Konzerns abfragen. Mit Wissen im Sinne von Verstehen hat das wenig zu tun.
Aber lesen Sie selbst, wie die Strategen dieser Firmen denken:
Quelle: www.medienhandbuch.de
Autor: André Mücke, Geschäftsführer DSA youngstar - Deutsche Schulmarketing-Agentur
Marketing an deutschen Schulen - Fluch oder Segen?
Den einen ist es ein Dorn im Auge, die anderen sehen darin eine geniale Option für Markenpositionierung: Sponsoring-, Marketing- und Samplingaktionen an deutschen Schulen. André Mücke, Geschäftsführer der DSA youngstar - Deutsche Schulmarketing-Agentur und Befürworter von Schulmarketing, erläutert uns in diesem Gastkommentar seine Gründe:
Fakt ist, dass es bei den meisten Schuleinrichtungen in Deutschland an allen Ecken und Enden fehlt. Unterrichtsmaterialien sind veraltet, aufgebraucht oder unansehnlich, weil kein Budget für neue, spannende Lernutensilien zur Verfügung steht. Räumlichkeiten und Einrichtungen sind morsch und abgeblättert, weil kein Geld für Modernisierungen da ist. Oder Schulfeste können nur über Finanzierungen der Eltern ermöglicht werden – und dabei erleiden gerade sozial schwächere Regionen einen erheblichen Nachteil. Geldmangel an deutschen Schulen ist nicht erst seit heute ein bekanntes Problem.
Auf der anderen Seite steht die Wirtschaft mit ihren Produkten und Marken, die händeringend einen Weg sucht, an die konsumfreudige Zielgruppe Kinder und Jugendliche heranzutreten. Immerhin sprechen wir hier über ein Geldvolumen von schätzungsweise 20 Milliarden Euro bei den sechs- bis 19-Jährigen. Doch wie können die Werbebotschaften die Kids optimal erreichen? Darf man dafür Bildungseinrichtungen in Betracht ziehen? Ist es moralisch überhaupt vertretbar, Kinder und Jugendliche in ihren Schulen anzusprechen? Oder sollte dieser bildungspolitische Raum werbefrei bleiben?
Marketing an deutschen Schulen ist eine reizvolle sowie streuverlustarme Alternative. Es wird in den kommenden Jahren ein immer größeres Thema für Brandmanager und andere Entscheider der Wirtschaft werden. Denn viele von ihnen stehen vor folgendem Problem: Sie erreichen die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen nicht mehr mit klassischen Werbekampagnen, PR-Maßnahmen oder Promotionaktionen. Die meisten Teenager konsumieren zwar gerne und viel verschiedene Medienformen, mit Informationsbeschaffung hat das aber nichts mehr zu tun. Im Internet geht’s direkt in die Chatrooms und auf Online-Game-Sites, im TV werden am liebsten Vorabend-Soaps oder Sänger- und Model-Casting-Shows gesehen. In den Werbepausen wird dann schnell ins nächste Programm gezappt – und bei Nachrichten sowieso. Jugendliche wachsen heutzutage viel intensiver mit Medien auf und stehen damit banalen Werbebotschaften auch deutlich kritischer gegenüber als frühere Generationen.
Ein weiteres Problem besteht darin, dass die Gruppe Jugendliche extrem heterogen ist und sich nicht einfach über einen Kamm scheren lässt. Und das spiegelt sich auch in den Medien wieder: Früher gab es als Leitmedium ganzer Generationen die BRAVO, die heimlich unter der Bettdecke gelesen, über Popstars, Erotik und neueste Modetrends aufklärte. Heute wurde das Kultmagazin diversifiziert in BRAVO Sport, BRAVO Screenfun, BRAVO Girl … Es wurde den unterschiedlichen Interessen der breit gefächerten Zielgruppe angepasst. Es gibt eben nicht den typischen Jugendlichen. Wie bei allen anderen Gruppen auch, sind die Interessen zu verschieden, so dass Marketingentscheider immer wieder vor der Frage stehen, wie sie möglichst viele Kids aus dieser konsumfreudigen und zahlungskräftigen Gruppe ansprechen können.
Eine Alternative zu den gängigen Marketingmaßnahmen findet sich im Schulmarketing. Als Ambient-Nische hat es sich als ernstzunehmende Option für große Marken etabliert. Doch das Engagement im Schulumfeld muss gut durchdacht sein und sensibel umgesetzt werden, damit beide Seiten von dieser Symbiose profitieren: Auf der einen Seite erhalten Schüler und Schulen nützliche, ja zum Teil notwendige, Materialien für den Schulalltag. Auf der anderen Seite schaffen die Marken und Produkte mit Schulmarketing den Sprung an die Schulen, um im direkten Umfeld der Kinder und Jugendlichen stattzufinden.
Was sich zunächst anhört wie eine schwierige Gratwanderung, kann beim Einsatz innovativer Konzepte ein großer Erfolg werden. Entscheidend ist, dass man weiß, was auf den Schulhöfen der Republik angesagt ist. Spezialanbieter wie die Deutsche Schulmarketing-Agentur DSA youngstar, die über das Jugendmagazin „voyeur“ auf eine zehnjährige Erfahrung zugreifen kann, bieten hier Unternehmen professionelle Beratung an. Anlässlich der Fußball-WM 2006 hat die DSA beispielsweise für NIKE an 250 Schulen bundesweit Sportturniere angeboten. Etwa 100.000 Schülerinnen und Schüler haben an diesen Turnieren teilgenommen und die Marke NIKE direkt vor Ort erlebt. Der Siegermannschaft winkte ein Traumpreis, der auch für alles Geld der Welt nicht zu kaufen gewesen wäre: Sie wurde exklusiv von NIKE in das Trainingslager der brasilianischen Fußball-Nationalmannschaft eingeflogen und durfte zusammen mit den Profis kicken.
Aber auch das schlichte Lernen kann für die Schüler attraktiv verpackt werden:
So verteilte DSA youngstar im Jahr 2008 von Gruner & Jahr gebrandete Schulhefte im GEOlino-Style bundesweit an Grundschulen. Für Dextro Energy bot die DSA Lern- und Konzentrationsworkshops zur Abiturvorbereitung an Gymnasien an. Dabei zeigte die gerade einmal 19-jährige Junior-Gedächtnisweltmeisterin Christiane Stenger den Abiturienten, wie sich auch komplizierte Sachverhalte leicht merken lassen.
Die schulinterne Kommunikation dieser Events und Workshops läuft dabei immer häufiger über Schuldisplays, wie sie von der DSA in Zusammenarbeit mit der United Ambient Media AG an mehreren hundert Schulen bundesweit aufgebaut wurden. „Die Schuldisplays können sowohl von Partnerunternehmen als auch von den Schulen genutzt werden“, erklärt Mark van Loon, Vorstand UAM, das Konzept.
Die Beispiele zeigen: Mit innovativen Konzepten und durchdachten Ideen können sich Unternehmen und Institutionen hervorragend in den Schulalltag integrieren und Schüler wie Schulen gleichermaßen unterstützen. Schulmarketing wird in den kommenden Jahren weiter wachsen und zunehmend an Bedeutung im großen Topf des Marketingmix gewinnen. Denn wie kaum bei einem anderen Tool profitieren sowohl Schulen und Schüler als auch Markenartikler vom Schulmarketing.
Nach dem Lesen des Textes würden sicher sie meisten von uns denken: zum Glück ist unsere Schule noch frei von einer solchen Beeinflussung unserer Kinder.
Wer so denkt, dem empfehle ich einen Blick in die Computerräume und Arbeitsplätze unserer Schulen. Die Firma Microsoft hat inzwischen durch die unten geschilderten Marketing-Massnahmen die IT unserer Schulen fest im Griff und damit auch eine Art „Dauerwerbeveranstaltung zur besten Sendezeit“ im Unterricht verankert. Schlimm ist, dass dies aktiv durch die politisch Verantwortlichen mitgetragen wird - z.B. in Baden-Württemberg durch eine sog. strategische Partnerschaft mit der Firma Microsoft. Unseren Kindern werden hierdurch im Unterricht eben nicht Problemlösungskompetenzen vermittelt sondern reines Produktwissen. Dies kann nicht im Sinne eines unabhängigen Lernkonzepts sein.
Wie diese subtile Beeinflussung funktioniert, kann man auf dieser Website sehen, die auch Schülern empfohlen wird: http://www.it-fitness.de
Der dort angebotene Test wird von der Bundesregierung unterstützt und von der Firma Microsoft gesponsert. So sehen dann auch die Fragen aus, die angeblich den Stand des IT-Wissens ermitteln, in Wirklichkeit aber nur das Wissen zu den Produkten des Konzerns abfragen. Mit Wissen im Sinne von Verstehen hat das wenig zu tun.
Aber lesen Sie selbst, wie die Strategen dieser Firmen denken:
Quelle: www.medienhandbuch.de
Autor: André Mücke, Geschäftsführer DSA youngstar - Deutsche Schulmarketing-Agentur
Marketing an deutschen Schulen - Fluch oder Segen?
Den einen ist es ein Dorn im Auge, die anderen sehen darin eine geniale Option für Markenpositionierung: Sponsoring-, Marketing- und Samplingaktionen an deutschen Schulen. André Mücke, Geschäftsführer der DSA youngstar - Deutsche Schulmarketing-Agentur und Befürworter von Schulmarketing, erläutert uns in diesem Gastkommentar seine Gründe:
Fakt ist, dass es bei den meisten Schuleinrichtungen in Deutschland an allen Ecken und Enden fehlt. Unterrichtsmaterialien sind veraltet, aufgebraucht oder unansehnlich, weil kein Budget für neue, spannende Lernutensilien zur Verfügung steht. Räumlichkeiten und Einrichtungen sind morsch und abgeblättert, weil kein Geld für Modernisierungen da ist. Oder Schulfeste können nur über Finanzierungen der Eltern ermöglicht werden – und dabei erleiden gerade sozial schwächere Regionen einen erheblichen Nachteil. Geldmangel an deutschen Schulen ist nicht erst seit heute ein bekanntes Problem.
Auf der anderen Seite steht die Wirtschaft mit ihren Produkten und Marken, die händeringend einen Weg sucht, an die konsumfreudige Zielgruppe Kinder und Jugendliche heranzutreten. Immerhin sprechen wir hier über ein Geldvolumen von schätzungsweise 20 Milliarden Euro bei den sechs- bis 19-Jährigen. Doch wie können die Werbebotschaften die Kids optimal erreichen? Darf man dafür Bildungseinrichtungen in Betracht ziehen? Ist es moralisch überhaupt vertretbar, Kinder und Jugendliche in ihren Schulen anzusprechen? Oder sollte dieser bildungspolitische Raum werbefrei bleiben?
Marketing an deutschen Schulen ist eine reizvolle sowie streuverlustarme Alternative. Es wird in den kommenden Jahren ein immer größeres Thema für Brandmanager und andere Entscheider der Wirtschaft werden. Denn viele von ihnen stehen vor folgendem Problem: Sie erreichen die Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen nicht mehr mit klassischen Werbekampagnen, PR-Maßnahmen oder Promotionaktionen. Die meisten Teenager konsumieren zwar gerne und viel verschiedene Medienformen, mit Informationsbeschaffung hat das aber nichts mehr zu tun. Im Internet geht’s direkt in die Chatrooms und auf Online-Game-Sites, im TV werden am liebsten Vorabend-Soaps oder Sänger- und Model-Casting-Shows gesehen. In den Werbepausen wird dann schnell ins nächste Programm gezappt – und bei Nachrichten sowieso. Jugendliche wachsen heutzutage viel intensiver mit Medien auf und stehen damit banalen Werbebotschaften auch deutlich kritischer gegenüber als frühere Generationen.
Ein weiteres Problem besteht darin, dass die Gruppe Jugendliche extrem heterogen ist und sich nicht einfach über einen Kamm scheren lässt. Und das spiegelt sich auch in den Medien wieder: Früher gab es als Leitmedium ganzer Generationen die BRAVO, die heimlich unter der Bettdecke gelesen, über Popstars, Erotik und neueste Modetrends aufklärte. Heute wurde das Kultmagazin diversifiziert in BRAVO Sport, BRAVO Screenfun, BRAVO Girl … Es wurde den unterschiedlichen Interessen der breit gefächerten Zielgruppe angepasst. Es gibt eben nicht den typischen Jugendlichen. Wie bei allen anderen Gruppen auch, sind die Interessen zu verschieden, so dass Marketingentscheider immer wieder vor der Frage stehen, wie sie möglichst viele Kids aus dieser konsumfreudigen und zahlungskräftigen Gruppe ansprechen können.
Eine Alternative zu den gängigen Marketingmaßnahmen findet sich im Schulmarketing. Als Ambient-Nische hat es sich als ernstzunehmende Option für große Marken etabliert. Doch das Engagement im Schulumfeld muss gut durchdacht sein und sensibel umgesetzt werden, damit beide Seiten von dieser Symbiose profitieren: Auf der einen Seite erhalten Schüler und Schulen nützliche, ja zum Teil notwendige, Materialien für den Schulalltag. Auf der anderen Seite schaffen die Marken und Produkte mit Schulmarketing den Sprung an die Schulen, um im direkten Umfeld der Kinder und Jugendlichen stattzufinden.
Was sich zunächst anhört wie eine schwierige Gratwanderung, kann beim Einsatz innovativer Konzepte ein großer Erfolg werden. Entscheidend ist, dass man weiß, was auf den Schulhöfen der Republik angesagt ist. Spezialanbieter wie die Deutsche Schulmarketing-Agentur DSA youngstar, die über das Jugendmagazin „voyeur“ auf eine zehnjährige Erfahrung zugreifen kann, bieten hier Unternehmen professionelle Beratung an. Anlässlich der Fußball-WM 2006 hat die DSA beispielsweise für NIKE an 250 Schulen bundesweit Sportturniere angeboten. Etwa 100.000 Schülerinnen und Schüler haben an diesen Turnieren teilgenommen und die Marke NIKE direkt vor Ort erlebt. Der Siegermannschaft winkte ein Traumpreis, der auch für alles Geld der Welt nicht zu kaufen gewesen wäre: Sie wurde exklusiv von NIKE in das Trainingslager der brasilianischen Fußball-Nationalmannschaft eingeflogen und durfte zusammen mit den Profis kicken.
Aber auch das schlichte Lernen kann für die Schüler attraktiv verpackt werden:
So verteilte DSA youngstar im Jahr 2008 von Gruner & Jahr gebrandete Schulhefte im GEOlino-Style bundesweit an Grundschulen. Für Dextro Energy bot die DSA Lern- und Konzentrationsworkshops zur Abiturvorbereitung an Gymnasien an. Dabei zeigte die gerade einmal 19-jährige Junior-Gedächtnisweltmeisterin Christiane Stenger den Abiturienten, wie sich auch komplizierte Sachverhalte leicht merken lassen.
Die schulinterne Kommunikation dieser Events und Workshops läuft dabei immer häufiger über Schuldisplays, wie sie von der DSA in Zusammenarbeit mit der United Ambient Media AG an mehreren hundert Schulen bundesweit aufgebaut wurden. „Die Schuldisplays können sowohl von Partnerunternehmen als auch von den Schulen genutzt werden“, erklärt Mark van Loon, Vorstand UAM, das Konzept.
Die Beispiele zeigen: Mit innovativen Konzepten und durchdachten Ideen können sich Unternehmen und Institutionen hervorragend in den Schulalltag integrieren und Schüler wie Schulen gleichermaßen unterstützen. Schulmarketing wird in den kommenden Jahren weiter wachsen und zunehmend an Bedeutung im großen Topf des Marketingmix gewinnen. Denn wie kaum bei einem anderen Tool profitieren sowohl Schulen und Schüler als auch Markenartikler vom Schulmarketing.




