Oberbürgermeister-Wahl(k)rampf
Geschrieben von: Administrator Montag, 29. März 2010 um 00:00 Uhr
Freiburg | Café Velo | Vorstellung der Bürgermeisterkandidaten zum Thema Bildung
„Der Paritätische" lud ein zur Vorstellung des bildungspolitischen Profils der Kandidaten.
Viel Neues lässt sich nicht berichten.
Bemerkenswert war nur das Weltbild des grünen Amtsinhabers zum Thema Inklusion und Schulstruktur:
- Inklusion = neuer Begriff
- freiburger bündnis „eine schule für alle" = volle Unterstützung und völlig neuer Ansatz
- Gesamtschule = ideologiebehaftet, Diskussion von gestern und daher kein Zukunftsmodell
- Bildungssystem Baden-Württemberg und Bayern = bringt beste Ergebnisse in der Bundesrepublik hervor und ist deshalb respektabel.
Da fragt man sich schon, wie unhistorisch man Begriffe verwenden darf und wie glaubhaft solche wiedersprüchlichen Aussagen sind.
Weder ist Inklusion ein neuer Begriff, noch ist „eine schule für alle" eine völlig neue Idee. Beides fusst eben auf reformpädagogischen Strömungen, die z.B. auch in die Gründung integrierter Gesamtschulen mündeten. Zudem existiert eine (von der Bildungpolitik des Landes arg gebeutelte) integrierte Gesamtschule in Freiburg, die hervorragende Arbeit leistet.
Da ist dann das Loblied auf das bestehende Bildungssystem doch nicht ganz in Einklang zu bringen mit dem Loblied auf eine inklusive Modellschule.
Manchmal misslingt einfach der Spagat zwischen verschiedenen Lagern und die Logik bleibt auf der Strecke.



