Gesicht zeigen. Für Inklusion. piktogramm rolli gebaerdeKunst als Form des Protests.

Liebe Mitmacher*innen,

der Aktionstag „Gesicht zeigen. Für Inklusion.” am vergangenen Samstag war ein voller Erfolg: Es waren viele Menschen da, die Stimmung war super, es wurden viele neue Kontakte geknüpft und alte gepflegt, die Sofa-Talks waren spannend, die vielen Gesichter sehr beeindruckend. Noch einmal ganz herzlichen Dank euch allen für euer Engagement für Inklusion

Wir sind sehr zufrieden mit der Veranstaltung und auch ein wenig stolz auf das, was wir gemeinsam mit dem Behindertenbeirat und euch innerhalb nur weniger Wochen auf die Beine gestellt haben. Leider haben sich die meisten gewählten Mandatsträger*innen das Event entgehen lassen und auch der Badischen Zeitung war die Veranstaltung weder eine Ankündigung noch einen Beitrag wert (Stand heute). Das zeigt uns, dass die Lobby für Inklusion immer noch sehr klein ist… Aber daran können und werden wir arbeiten. Gerne mit euch gemeinsam.

 

 

 

 

 

 

Menschenrechte. Alle inklusive. Der Talk zum 10. Dezember 2021. 

Jahr für Jahr erinnert uns der Tag der Menschenrechte am 10. Dezember daran, dass alle Menschen frei und gleich an Würde und Rechten geboren sind. Aber auch daran, dass wir mit Vernunft und Gewissen begabt sind1 und Pflichten gegenüber der Gemeinschaft haben, in der jede*r seine Persönlichkeit frei und voll entfalten kann.2

Wir wollen frei, würdevoll, gleichberechtigt, ohne Diskriminierung, ohne Angst und soziale Not leben. Das funktioniert in einer inklusiven Gesellschaft am besten. Auch Inklusion ist ein Menschenrecht.

Wie eine inklusive Gesellschaft gelingen kann, darüber diskutieren in unserem „Talk der Menschenrechte”:

Sarah Baumgart, kommunale Beauftragte für Menschen mit Behinderung der Stadt Freiburg
Edgar Bohn, Bundes- und Landesvorsitzender Grundschulverband
Bernhard Gress, Vorstandsmitglied FLUSS e.V.

Moderation:
Helen Schneider, bildung neu denken e.V.

 

 

Sarah Baumgart, kommunale Beauftragte für Menschen mit Behinderung der Stadt Freiburg,
Prof. Dr. Uwe Bittlingmayer, Pädagogischen Hochschule Freiburg, Schwerpunkt u.a. Soziologie der Inklusion und
Cornelia Bossert, Dipl. Sozialarbeiterin, die•inklusion gGmbH

  • diskutieren über den aktuellen Stand der Umsetzung der UN Behindertenrechtskonvention
  • erklären, warum Inklusion für alle Menschen und nicht nur für Behinderte gut ist
  • stellen Zusammenhänge zwischen Inklusion und sozialer Ungleichheit her
  • entwickeln Visionen, wie eine wirklich inklusive Gesellschaft gelingen kann
  • fragen, wo Baden-Württemberg in fünf Jahren in Sachen Inklusion stehen wird

Die Veranstaltung fand im Rahmen der "Woche der Inklusion 2021” der Stadt Freiburg statt.

 

Leider musste Frau Prof. Dr. Degener ihre Teilnahme am ursprünlich geplanten Livestream „Inklusion als Kindeswohlgefährdung” aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig absagen. Die Veranstaltung mit ihr wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Der Termin ist noch offen.

 

Menschenrecht
macht Schule. Wie Inklusion gelingt.

Dieser Beitrag zur Koalitionsverhandlung in Baden-Württemberg ist eine Zusammenarbeit des "Beirat für Menschen mit Behinderung", "bildung neu denken" und das "freiburger bündnis eine schule für alle".

"Sehr geehrte, liebe Mitglieder der Arbeitsgruppe Kultus im Rahmen der Koalitionsverhandlungen und liebe Abgeordnete,

nach 12 Jahren UN-Behindertenrechtskonvention ist der Frust über die nach wie vor nur sehr schleppende Umsetzung der schulischen Inklusion in Baden-Württemberg hoch.
Auch und gerade in Zeiten von Corona - mit vielen Haushaltslöchern - besteht die Chance, bei der Inklusion sogar Geld zu sparen - indem die Finanzierung eines Doppelsystems endlich beendet wird. Es ist ineffektiv und unbefriedigend. Ein echtes Elternwahlrecht ergibt sich daraus definitiv nicht.

In Freiburg engagieren sich einige Gruppen für die Inklusion. Aus diesem Grund haben wir ein Forderungspapier erstellt, das für baden-württembergische Verhältnisse sicherlich verallgemeinerbar ist.
Wir legen Ihnen deswegen die Inhalte des angehängten Papiers für die Koalitionsverhandlungen sehr ans Herz und stehen für Rückfragen gerne zu Verfügung."

Hier können Sie unsere Stellungnahme herunterladen.

 


Der Beirat für Menschen mit Behinderung, der gemeinnützige Verein bildung neu denkene.V. und das freiburger bündnis eine schule für alle veranstalteten den OnlineTalk:

Mit dabei waren die Freiburger Landtagskandidat*innen:

  • Pascal Blank (Linke)
  • Manuel Herder (CDU)
  • Imke Pirch (Linke)
  • Gabi Rolland (SPD)
  • Nadine Saint-Cast (Grüne)
  • Marianne Schäfer (FDP)
  • Jennifer Sühr (SPD)

Den Impulsvortrag von Professorin Merz-Atalik können wir Ihnen aus urheberrechtlichen Gründen leider nicht zeigen.

Hier können Sie unseren Live-Stream vom 10.12.2020 in einer Version mit Untertiteln sehen. 

Menschenrechte. Alle inklusive.
vom 10. Dezember 2020

Online Talk mit

Sarah Baumgart, kommunale Behindertenbeauftragte der Stadt Freiburg
Edgar Bohn, Vositzender des Grundschulverbands auf Bundesebene und von Baden-Württemberg
Uwe Bittlingmeyer. Professor an der Pädagogischen Hochschule Freiburg
Bettina Knapp, Gesamtelternbeirat für Schulen in Freiburg
Carina Utz, Geschäftsleitung, Systemische Beraterin, FLUSS e.V. Freiburg
Andreas Wand, Leiter des Korczak-Haus Freiburg

Moderation: Cornelia Bossert

 

Der 10. Dezember ist der Tag der Menschenrechte. Der Tag, der seit 1948 daran erinnert, dass alle Menschen überall auf der Welt über die gleichen Rechte und Grundfreiheiten verfügen. In 30 Artikeln haben die Vereinten Nationen die Grundrechte als das gemeinsame Ideal aller Völker und Staaten festgelegt. Sie gelten von Geburt an für jede und jeden, sie schützen die Würde und den Wert jeder Person ohne Unterschied. Menschenrechte sind universell und unveräußerlich.

Eleanor Roosevelt, Vorsitzende der UN-Menschrechtskonvention, die die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verfasste:

„Wo beginnen schließlich die universellen Menschenrechte? An kleinen Orten, nahe dem Zuhause — so nah und so klein, dass sie auf keiner Weltkarte zu sehen sind… Wenn diese Rechte dort keine Bedeutung haben, haben sie nirgendwo eine Bedeutung. Ohne konzentrierte Aktionen der Bürger, um sie in der Nähe ihrer Heimat aufrechtzuerhalten, werden wir vergeblich nach Fortschritt in der größeren Welt suchen.”

Originaltext:
„Where, after all, do universal human rights begin? In small places, close to home -- so close and so small that they cannot be seen on any maps of the world. [...] Unless these rights have meaning there, they have little meaning anywhere. Without concerted citizen action to uphold them close to home, we shall look in vain for progress in the larger world."

Menschenrecht
macht Schule. Wie Inklusion gelingt.

Wir danken
Jürgen Gerdes und Katharina Papke von der PH Freiburg. Sie haben die sehr interessanten Forschungsergebnisse des Verbundprojekts „Schule tatsächlich inklusiv” (StiEL) vorgestellt.
Edgar Bohn. Er hat seine Expertise als Vorsitzender des Grundschulverband Baden-Württemberg und ehemaliger Schulleiter in die Diskussionsrunde eingebracht.
Sarah Baumgart, Behindertenbeauftragten der Stadt Freiburg. Ihr Grußwort an diesem Abend und ihre kontinuierliche Unterstützung unserer Arbeit wissen wir sehr zu schätzen.
Den vielen Teilnehmenden. Die tollen Gespräche vor und nach der Veranstaltung bestärken uns in unserem Engagement.
Beeindruckend sind immer wieder die Schilderungen der Teilnehmenden über ihre Erfahrungen mit der Umsetzung der Inklusion und das beständige Engagement von Hermann Maier, Leiter des Schulamtes der Stadt Freiburg, für den Ausbau inklusiver Schulen - trotz der bestehenden Widrigkeiten.
Bedauerlich war, dass die Dienste Gebärdensprachdolmetscherinnen Kendra Fassio und Sibylle Gaa nicht benötigt wurden.

Vermisst haben wir Entscheidungsträger*innen aus Politik, Gesellschaft und Institutionen sowie Vertreter*innen der Verbände der Schüler*innen, Eltern und Lehrenden. Gerade für sie ist das vom Bund geförderte Forschungs- und Entwicklungsprojekt StiEL von besonderer Bedeutung.
Woran legt das geringe Interesse der Entscheidungsträger*innen und Verbandsvertretunge?
1. Viele halten ihr Wissen zum Thema Inklusion für ausreichend.
2. Das Thema Inklusion birgt zu viel Konfliktpotential.
3. Viele, die Inklusion umsetzen wollen/sollen, leiden unter den schlechten Rahmenbedingungen.
4. Die Umsetzung der UN-Menschenrechtskonvention wird nicht gewollt.
5. Zeitmangel der engagierten Menschen.

Schreiben Sie uns. Wir sind gespannt auf Ihre Meinung.

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